Den Ruhestand strukturiert planen und sorgenfrei genießen
Mit dem Übergang in den Ruhestand wandelt sich die finanzielle Situation grundlegend: Das laufende Einkommen sinkt, während die Ausgaben gleich bleiben oder sogar noch ansteigen. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten will, ist daher gut beraten, seine Finanzen bereits im Vorfeld auf den Prüfstand zu stellen. Damit sich im Alter keine Versorgungslücken auftun, gilt es spätestens fünf Jahre vor dem geplanten Ausstieg aus dem Berufsleben die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen. Neben einer umfassenden Bestandsaufnahme der Einnahmen und Ausgaben gehört dazu auch eine gründliche Analyse der Vermögensstruktur.
Ideen für den Ruhestand: Chancen nutzen, Risiken begrenzen
Den Teil des Vermögens, der zur Deckung der Ausgaben benötigt wird, bezeichnen wir als ‚Verbrauchsblock’. Neben Geldmarktfonds bieten sich dafür besonders konservative Mischfonds mit aktuell hohen Anteilen an offenen Immobilienfonds an. Diese weisen ein besseres Rendite-Risiko-Profil auf als Rentenfonds und sind auch steuerlich attraktiver. Außerdem bieten offene Immobilienfonds einen besseren Inflationsschutz. Der verbleibende Teil des Vermögens sollte über einen Zeitraum von zehn Jahren durchaus offensiver angelegt werden. Damit gibt man dem ‚Wachstumsblock’ genügend Zeit für den Aufbau eines neuen Kapitalstocks. Vor allem breit gestreute Mischfonds, die in mehrere verschiedene Risikoanlageklassen (Aktien, Rohstoffe und Immobilien) investieren können, eignen sich dafür.
Finanziell beweglich bleiben – bis ins hohe Alter
Legt man eine Rendite von ca. 7 % p.a. zugrunde, dann verdoppelt sich der Wachstumsblock im Schnitt alle zehn Jahre, während der Verbrauchsblock im gleichen Zeitraum aufgezehrt wird. Nach Ablauf von zehn Jahren kann das Vermögen dann erneut umgeschichtet und wieder zur Deckung der Versorgungslücke verwendet werden. Folgt man dieser Empfehlung und teilt man das Vermögen in zwei gleich große Blöcke auf, so kann man nach den Ergebnissen der Kapitalmarktforschung bei einem Vermögen von 200.000 Euro im Ruhestand etwa 800 Euro bis 1.000 Euro im Monat entnehmen, ohne das Vermögen in seiner Substanz zu gefährden. Damit rückt der sorgenfreie Ruhestand in greifbare Nähe und man bleibt mit seiner Geldanlage auch im Alter flexibel für mögliche Mehrentnahmen oder Minderentnahmen!



